FG Medienpsychologie auf Jahrestagung der DGPuK Fachgruppe Methoden  [18.09.26]

Digitale Verhaltensdaten (Digital Trace Data) bieten neue Möglichkeiten, um Medienexposition, -selektion und -aufmerksamkeit zu messen. Auf der Jahreskonferenz der Fachgruppe Methoden der DGPuK wird Kerria Drüppel des Fachgebiets für Medienpsychologie darlegen, warum wir bei der Arbeit mit digitalen Verhaltensdaten trennscharfe Definitionen und Operationalisierungen dieser Begriffe benötigen.

Bildquelle: pexels / Monstera Production

Digitale Verhaltensdaten (Digital Trace Data) versprechen, Medienexposition, -selektion und Aufmerksamkeit präziser zu messen als Selbstauskünfte. Dennoch werden die drei Begriffe in der Forschung häufig synonym verwendet und uneinheitlich operationalisiert. So setzen manche Studien beispielsweise die Dauer der Medienexposition mit Aufmerksamkeit gleich. Das kann jedoch zu Fehlinterpretationen führen: Läuft zum Beispiel ein Video im Hintergrund weiter, während man noch andere Dinge erledigt, oder bleibt das Handy auf dem Tisch liegen, während man die Tür öffnet, wird in digitalen Verhaltensdaten eine lange Verweildauer erfasst. Diese wird dann fälschlicherweise als Aufmerksamkeit für den Inhalt interpretiert. Im Vortrag auf der Jahreskonferenz der Fachgruppe Methoden der DGPuK diskutiert Kerria Drüppel Medienexposition, -selektion und Aufmerksamkeit und zeigt, wie sich diese drei Konzepte anhand von Verweildauern und expliziten Nutzungshandlungen wie Liken, Kommentieren oder Teilen in digitalen Verhaltensdaten operationalisieren lassen.


Zurück zu Aktuelles